Brrrrr!, es ist so kalt geworden. Jeden morgen fallen die Temperaturen mittlerweile sogar unter 0 Grad C. Und das seit September! Eine Entschuldigung dafür, dass ich zwei Stunden lang im Sessel gelümmelt und online nach warmen Stiefeln gesucht habe.
Bei mir hat außerdem der 2nd Quarter, also die zweite Hälfte des ersten Semesters, angefangen. Ein Beweis dafür, wie lange es her ist, dass ich meinen Blog geupdated habe. Tut mir leid, dass ich so ewig gebraucht habe, aber ich wundere mich schon sehr, wie schnell die Zeit bei mir so vorbeifliegt. Einerseits fühlt es sich so an als hätte ich mich erst vor einer Woche von euch verabschiedet, andererseits als ob ich schon seit 2 Jahren und nicht Monaten auf die Highschool gehe.
Environmental science und American Government wurden mittlerweile durch World politics und creative writing ausgetauscht, der Rest (Crew, History und US Literature) bleibt. Creative writing wird zwar von Deborah unterrichtet, die mich schon mit US Literature ziemlich enttäuscht hat, weil ihr Unterricht sich einfach wie ein gut durchgekautes Wrigley’s Doublemint zieht, aber creative writing macht tatsächlich ziemlich Spass und ich habe einfach den Tisch mit den besten Leuten erwischt.
Am Freitag habe ich mich nach zwei Monaten wieder in die Tanzschule getraut und es erstaunlicherweise nicht bereut. Davor musste aber noch dieser “Ice rolls” Trend probiert werden. Normalerweise bringt mich amerikanische Schokolade nicht gerade ins Schwärmen - der Grund warum ich ein Paket voller deutscher Schokolade von meiner Familie zugeschickt bekommen habe - aber mit Zimtschokolade im Eis können auch die Amis nicht falsch machen.
Bei mir hat außerdem der 2nd Quarter, also die zweite Hälfte des ersten Semesters, angefangen. Ein Beweis dafür, wie lange es her ist, dass ich meinen Blog geupdated habe. Tut mir leid, dass ich so ewig gebraucht habe, aber ich wundere mich schon sehr, wie schnell die Zeit bei mir so vorbeifliegt. Einerseits fühlt es sich so an als hätte ich mich erst vor einer Woche von euch verabschiedet, andererseits als ob ich schon seit 2 Jahren und nicht Monaten auf die Highschool gehe.
Environmental science und American Government wurden mittlerweile durch World politics und creative writing ausgetauscht, der Rest (Crew, History und US Literature) bleibt. Creative writing wird zwar von Deborah unterrichtet, die mich schon mit US Literature ziemlich enttäuscht hat, weil ihr Unterricht sich einfach wie ein gut durchgekautes Wrigley’s Doublemint zieht, aber creative writing macht tatsächlich ziemlich Spass und ich habe einfach den Tisch mit den besten Leuten erwischt.
Am Freitag habe ich mich nach zwei Monaten wieder in die Tanzschule getraut und es erstaunlicherweise nicht bereut. Davor musste aber noch dieser “Ice rolls” Trend probiert werden. Normalerweise bringt mich amerikanische Schokolade nicht gerade ins Schwärmen - der Grund warum ich ein Paket voller deutscher Schokolade von meiner Familie zugeschickt bekommen habe - aber mit Zimtschokolade im Eis können auch die Amis nicht falsch machen.
In der Tanzstunde ging es dann mehr um Ausdruckstanz und die Connection mit Anderen. Ich war die Marionette, meine Partnerin Thorne die Manipulatorin. Wenn sie mich dann sanft an der Schulter berührt hat, musste ich die Berührung mit meiner Schulter und meinem Körper weiterführen. Wir haben uns aber dazu entschieden die Übung ein bisschen weiterzuführen und beide gleichzeitig die Puppe und die Manipulatorin zu spielen. Und ja - letztendlich war es Tanzen, auch wenn ich es selbst mehr als Theaterspielen wahrgenommen habe und in eine andere Rolle geschlüpft bin. Ich bin eigentlich ein kleines Desaster auf der Tanzfläche, aber nach der Übung wurden Thorne und ich gefragt, ob wir das schon öfter gemacht hatten. Zumindest sah es anscheinend so aus.
Es war nicht meine letzte Tanzstunde, die Woche darauf bin ich wieder in die Tanzschule reingeschneit und weil es kurz vor Halloween war, haben wir gelernt wie Zombies zu Blues zu tanzen. Nach der Tanzstunde gab es wieder reguläres Tanzen und die grosse Ueberraschung ein Murder Mystery! Da wir die Ersten waren, konnten wir ein Teil davon sein und mitspielen. Ich war der Geliebte der Getöteten und um den Mörder zu finden, musstest man entweder mit mir oder den sechs anderen Verdächtigen tanzen. Pro Tanz eine Frage zur Tatnacht. Um Mitternacht kam dann heraus, dass Audrey die unschuldige Baronin getötet hatte. Witzigerweise war ich nicht die einzige Deutsche, einer der Tänzer kam auch aus Deutschland und wir haben uns beim Tanzen laenger auf deutsch unterhalten. Was mir dabei ganz stark aufgefallen ist, ist wie schlecht mein deutsch in den letzten Wochen geworden ist. Oder wie gut mein englisch, je nachdem wie man es sehen will. Aber mir entfallen immer mehr deutsche Wörter während englische in meinem Kopf aufploppen. Denken tue ich mittlerweile auch halb in deutsch, halb in englisch. Nächstes Ziel, auch wenn ich es nicht großartig beeinflussen kann: auf englisch Traumen.
Aber nicht nur in der (Tanz-)Schule lernt man Dinge fürs Leben ;)
Zum Beispiel musste ich auf die lustige Tour lernen, wie schlecht Audrey darin ist Geheimnisse zu behalten. Eigentlich ist die Angelegenheit ziemlich witzig: Vor drei Wochen kam Audrey in mein Zimmer gestürmt um mir zu “beichten”, dass sie einen anonymen Memeaccount für unsere Schule auf Instagram erstellt hat, auf dem sie Memes, also witzige Bilder mit Text, aus der High School hochlädt. Ehrlich gesagt, haben sie anfangs nicht ihren Zweck erfüllt: Sie waren nicht wirklich witzig. Als wir dann am Montag in die Schule gekommen sind, kannte der Großteil der Schüler- und Lehrerschaft die Seite schon (Da zeigt sich einmal mehr wie klein Polaris eigentlich ist) und rätselte, wer denn bitte solche Memes gemacht hätte. Die meisten denken, dass es ein Freshman ist, aufgrund der Qualität der memes. Lainey Smith, ein Senior mit anscheinend zu viel Freizeit, die leider extrem gut mit der Kamera umgehen kann, ist dann auf die glorreiche Idee gekommen eine Dokumentation über den anonymen “Memer” zu drehen. Audrey hatte mittlerweile auch ihren besten Freunden erzählt, dass sie der Memer sei - was ihr später zum Verhängnis werden sollte - da sie es einfach nicht fuer sich behalten konnte und deshalb die ganze Nacht nicht geschlafen hatte. Anstatt den Account zu löschen, haben Thorne, Leif und ich beschlossen den Account ein bisschen aufzupeppen. Mit Audrey und dem Passwort für den Account ausgestattet haben wir dann erstmal die etwas merkwürdig anmutenden Bilder gelöscht und einen “send me pics from your classes” Aufruf gestartet. Tatsächlich sind dann witzige Bilder eingetrudelt, wir haben uns dann noch einen Text dazu ausgedacht und hochgeladen. Was dann passierte? Wir haben Kommentare wie “okay this is quality”, “actually funny” oder “good work on this one” bekommen. Aktion Rettet den Memeaccount hatte ihren Anfang gefunden. Laineys Dokumentation über den meme Account und damit auch über den Inhaber des Accounts aber auch. Zuerst hatte sie Shai im Visier, nach mangelnden Beweisen war fuer ein paar Tage Ian, Audreys Cousin, der auch in die Elfte geht, ihr Opfer. Nachdem aber Biller, der Mathelehrer, Joe, meinen Englisch und Crew Lehrer, des Betreiben des meme-accounts angeklagt hat, waren wirklich alle komplett verwirrt. Am Wochenende hatten wir unsere Ruhe von der Memersuche, da waren wir als ganze Familie nämlich auf Kürbissuche. Für das Herbstfestival der Kirche, brauchen wir noch 150 Kürbisse und da meine Gastmutter die Kinderpastorin ist, ist diese Aufgabe wieder auf die Bordens zurückgefallen. Mit zwei leeren großen Trucks sind wir dann auf ein riesiges Kürbisfeld angerückt. Unsere Mission: 150 orange Kürbisse, die nicht matschig sind, finden und in den sicher in den Truck laden. Es war mässig warm, 6 Uhr am Abend und der Himmel durchzogen mit blauen, rosa und orangen Wolkenschleiern. Da lagen sie nun: tausende (und ich übertreibe - ausnahmsweise ;) - wirklich nicht) dieser runden orangen Gewächsen, die dunkle Schatten in der untergehenden Sonne werfen. Zum Glück waren die Kürbisse gar nicht so schwer wie sie aussahen. Ich bin dann also auf die Feldern marschiert, habe die Kürbisse kritisch betrachtet und die Guten in einen der Trucks geladen. 2 ½ Stunden spaeter waren wir fertig. Und das Festival am Sonntag wurde ein voller Erfolg. Auch wenn ich nicht sonderlich viel davon mitbekommen habe, da ich die drei Stunden lang in der Ecke stand und Luftballons für ungeduldige Kids geknotet habe. Noch jetzt - und es ist inzwischen Mittwoch, vier Tage später - und meine Finger haben immer noch Wundmale.
Aber wer kümmert sich um das Fallfestival, wenn gestern Halloween war, stimmt’s?
Halloween ist in den USA eine wirkliche Sensation - nicht das ich mich bei den Amerikanern hier darüber wundere. Leuchtende Gesichter in den Kürbissen, übergroße falsche Spinnenweben und Skelette in allen Schaufenstern, man kommt einfach nicht drum herum. Ich war eine Miss Germany Teilnehmerin, die aber nur den 2ten Platz bekommen hat und deshalb tränenüberströmt nach Rache sinnt. Irgendwie gelingt es mir gerade nicht, das Bild davon hochzuladen.
Es war nicht meine letzte Tanzstunde, die Woche darauf bin ich wieder in die Tanzschule reingeschneit und weil es kurz vor Halloween war, haben wir gelernt wie Zombies zu Blues zu tanzen. Nach der Tanzstunde gab es wieder reguläres Tanzen und die grosse Ueberraschung ein Murder Mystery! Da wir die Ersten waren, konnten wir ein Teil davon sein und mitspielen. Ich war der Geliebte der Getöteten und um den Mörder zu finden, musstest man entweder mit mir oder den sechs anderen Verdächtigen tanzen. Pro Tanz eine Frage zur Tatnacht. Um Mitternacht kam dann heraus, dass Audrey die unschuldige Baronin getötet hatte. Witzigerweise war ich nicht die einzige Deutsche, einer der Tänzer kam auch aus Deutschland und wir haben uns beim Tanzen laenger auf deutsch unterhalten. Was mir dabei ganz stark aufgefallen ist, ist wie schlecht mein deutsch in den letzten Wochen geworden ist. Oder wie gut mein englisch, je nachdem wie man es sehen will. Aber mir entfallen immer mehr deutsche Wörter während englische in meinem Kopf aufploppen. Denken tue ich mittlerweile auch halb in deutsch, halb in englisch. Nächstes Ziel, auch wenn ich es nicht großartig beeinflussen kann: auf englisch Traumen.
Aber nicht nur in der (Tanz-)Schule lernt man Dinge fürs Leben ;)
Zum Beispiel musste ich auf die lustige Tour lernen, wie schlecht Audrey darin ist Geheimnisse zu behalten. Eigentlich ist die Angelegenheit ziemlich witzig: Vor drei Wochen kam Audrey in mein Zimmer gestürmt um mir zu “beichten”, dass sie einen anonymen Memeaccount für unsere Schule auf Instagram erstellt hat, auf dem sie Memes, also witzige Bilder mit Text, aus der High School hochlädt. Ehrlich gesagt, haben sie anfangs nicht ihren Zweck erfüllt: Sie waren nicht wirklich witzig. Als wir dann am Montag in die Schule gekommen sind, kannte der Großteil der Schüler- und Lehrerschaft die Seite schon (Da zeigt sich einmal mehr wie klein Polaris eigentlich ist) und rätselte, wer denn bitte solche Memes gemacht hätte. Die meisten denken, dass es ein Freshman ist, aufgrund der Qualität der memes. Lainey Smith, ein Senior mit anscheinend zu viel Freizeit, die leider extrem gut mit der Kamera umgehen kann, ist dann auf die glorreiche Idee gekommen eine Dokumentation über den anonymen “Memer” zu drehen. Audrey hatte mittlerweile auch ihren besten Freunden erzählt, dass sie der Memer sei - was ihr später zum Verhängnis werden sollte - da sie es einfach nicht fuer sich behalten konnte und deshalb die ganze Nacht nicht geschlafen hatte. Anstatt den Account zu löschen, haben Thorne, Leif und ich beschlossen den Account ein bisschen aufzupeppen. Mit Audrey und dem Passwort für den Account ausgestattet haben wir dann erstmal die etwas merkwürdig anmutenden Bilder gelöscht und einen “send me pics from your classes” Aufruf gestartet. Tatsächlich sind dann witzige Bilder eingetrudelt, wir haben uns dann noch einen Text dazu ausgedacht und hochgeladen. Was dann passierte? Wir haben Kommentare wie “okay this is quality”, “actually funny” oder “good work on this one” bekommen. Aktion Rettet den Memeaccount hatte ihren Anfang gefunden. Laineys Dokumentation über den meme Account und damit auch über den Inhaber des Accounts aber auch. Zuerst hatte sie Shai im Visier, nach mangelnden Beweisen war fuer ein paar Tage Ian, Audreys Cousin, der auch in die Elfte geht, ihr Opfer. Nachdem aber Biller, der Mathelehrer, Joe, meinen Englisch und Crew Lehrer, des Betreiben des meme-accounts angeklagt hat, waren wirklich alle komplett verwirrt. Am Wochenende hatten wir unsere Ruhe von der Memersuche, da waren wir als ganze Familie nämlich auf Kürbissuche. Für das Herbstfestival der Kirche, brauchen wir noch 150 Kürbisse und da meine Gastmutter die Kinderpastorin ist, ist diese Aufgabe wieder auf die Bordens zurückgefallen. Mit zwei leeren großen Trucks sind wir dann auf ein riesiges Kürbisfeld angerückt. Unsere Mission: 150 orange Kürbisse, die nicht matschig sind, finden und in den sicher in den Truck laden. Es war mässig warm, 6 Uhr am Abend und der Himmel durchzogen mit blauen, rosa und orangen Wolkenschleiern. Da lagen sie nun: tausende (und ich übertreibe - ausnahmsweise ;) - wirklich nicht) dieser runden orangen Gewächsen, die dunkle Schatten in der untergehenden Sonne werfen. Zum Glück waren die Kürbisse gar nicht so schwer wie sie aussahen. Ich bin dann also auf die Feldern marschiert, habe die Kürbisse kritisch betrachtet und die Guten in einen der Trucks geladen. 2 ½ Stunden spaeter waren wir fertig. Und das Festival am Sonntag wurde ein voller Erfolg. Auch wenn ich nicht sonderlich viel davon mitbekommen habe, da ich die drei Stunden lang in der Ecke stand und Luftballons für ungeduldige Kids geknotet habe. Noch jetzt - und es ist inzwischen Mittwoch, vier Tage später - und meine Finger haben immer noch Wundmale.
Aber wer kümmert sich um das Fallfestival, wenn gestern Halloween war, stimmt’s?
Halloween ist in den USA eine wirkliche Sensation - nicht das ich mich bei den Amerikanern hier darüber wundere. Leuchtende Gesichter in den Kürbissen, übergroße falsche Spinnenweben und Skelette in allen Schaufenstern, man kommt einfach nicht drum herum. Ich war eine Miss Germany Teilnehmerin, die aber nur den 2ten Platz bekommen hat und deshalb tränenüberströmt nach Rache sinnt. Irgendwie gelingt es mir gerade nicht, das Bild davon hochzuladen.
Ich hoffe, ihr habt eine wunderschöne Woche in der ihr mir das vieeel zu späte uploaden langsam aber sicher verzeihen könnt.
Best wishes
Best wishes
Mia
PS. Das sollte eigentlich schon vor fünf Tagen online gehen, so ein Mist aber auch :(
PPS. Kann mir jemand mal erklären, wie ich hier Bilder einfügen kann? So ganz Generation Smartphone bin ich dann leider doch nicht!









